FAQ

Wie hoch sind die Kosten, die durch die „mission E“ entstehen?

Die Frage, wie teuer die „mission E“ für einen Anwender wird, lässt sich so allgemein nicht beantworten: Die Kosten einer individuellen Motivationskampagne hängen von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel 

  • von den Zielen der Kampagne, die den finanziellen und personellen Aufwand beeinflussen,
  • von der Laufzeit der „mission E“, die ebenfalls unmittelbaren Einfluss auf das Gesamtbudget hat, 
  • von den in den einzelnen Aktionsbereichen konkret vorgesehenen Kampagnenaktivitäten, deren jeweilige Kosten zwischen null Euro (bspw. für Intranetmeldungen) und mehreren Tausend Euro (etwa für mehrere Hundert abschaltbare Steckdosenleisten) variieren, 
  • von der Anzahl der Beschäftigten, die die Auflage der eingesetzten Aktions- und Werbemittel bestimmt, 
  • von der Verfügbarkeit einer eigenen Druckerei, die die Produktionskosten von Plakaten, Broschüren etc. tendenziell reduziert, sowie 
  • vom intern vorhandenen Know-how, das die extern zu beauftragenden Leistungen bestimmt. 
Trotz all dieser Faktoren, von denen die individuellen Kampagnenkosten abhängen, möchte die EnergieAgentur.NRW Interessenten einen Eindruck davon vermitteln, wie hoch die Kosten der „mission E“ – je nach Belegschaftsgröße – in unterschiedlichen Ausprägungen sein können. Daher finden Sie hier eine PDF-Datei mit 5 mal 5 Kostenbeispielen, die durch ein paar vorangestellte Anmerkungen erläutert sind.

Im Rahmen des Einführungsseminars entscheiden die teilnehmenden Multiplikatoren über Ziele, Laufzeit, Aktivitäten usw.; in diesem Prozess bekommen sie auch eine erste Vorstellung davon, welche Kosten die „mission E“ in ihrem speziellen Fall verursachen wird.

Ein Faktor, der die Kosten der Motivationskampagne für die Anwender spürbar reduzieren kann, ist das „Customizing“ von bewährten Intranetangeboten sowie Aktions- und Werbemitteln der EnergieAgentur.NRW: Professionelle Grafik-Designer passen diese Materialien gegen ein vergleichsweise geringes Honorar an das individuelle Layout eines Anwenders an. So entfallen zum Beispiel bei Broschüren, Plakaten und Give-aways nicht nur die konzeptionelle Arbeit und das (zeit-) aufwändige Texten, sondern auch die – bei professionellen externen Dienstleistern relativ teure – Gestaltung der Materialien. (Ausführlichere Informationen zum Customizing sowie mehrere Anwendungsbeispiele dieser „Layout-Individualisierung“ finden sich unter dem Menüpunkt „Aufbaumodule“.)
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Wie viel Personal muss für die „mission E“ eingeplant werden?

Die Frage nach dem Arbeitsaufwand, der durch die „mission E“ entsteht, lässt sich ähnlich beantworten wie die Frage nach den Kosten der Kampagne: Wie viel Personal eingeplant werden muss, richtet sich beispielsweise danach, 

  • wie ehrgeizig die Einsparziele der Kampagne sind, 
  • welche Aktionsbereiche „bespielt“ und welche konkreten Aktivitäten entfaltet werden, 
  • wie groß die Zielgruppe ist und 
  • wie lange die Kampagne dauert.

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Wer sollte an dem Einführungsseminar teilnehmen?

Zwei Aspekte sollten berücksichtigt werden, um die Teilnehmer des Einführungsseminars zu identifizieren. Zum einen sollten nur solche Kolleginnen und Kollegen eingeladen werden, die tatsächlich auch den „operativen Hut“ auf haben werden, wenn die Motivationskampagne vorbereitet und durchgeführt wird. Unterstützung von „oben“ ist zwar wichtig für den Erfolg der Kampagne, das Einführungsseminar jedoch gilt den operativ tätigen Multiplikatoren. Zum anderen sollten im Seminar möglichst viele Bereiche, Abteilungen, Dezernate bzw. Referate vertreten sein, um die „mission E“ bereits zu diesem frühen Zeitpunkt auf eine möglichst breite institutionelle Basis zu stellen. 


Hier gilt außerdem: Das interdisziplinäre Thema der dauerhaften Nutzermotivation erfordert eine gewisse Vielfalt unter den Teilnehmern. Der Referent und der oder die „Kümmerer“ des Anwenders überlegen daher vor dem Seminar gemeinsam, welche der vorhandenen Bereiche sie einladen sollten – denn das Einbinden von Multiplikatoren nach dem Seminar ist ungleich schwieriger als vor dem Seminar. Grundsätzlich kommen für die Seminarteilnahme folgende Bereiche und Personen in Frage:

  • Energie-/Umwelt-/Klimaschutzmanager 
  • Energie-/Umweltbeauftragter 
  • Umweltamt, Hochbauamt, Schulamt 
  • Gebäude-/Immobilien-/Facility Management 
  • Haustechnik/Hausmeister 
  • IT-Mitarbeiter 
  • interne Aus- und Weiterbildung/Personalwesen/Human Ressources 
  • interne Kommunikation, Intranet-Redaktion 
  • Pressestelle/externe Öffentlichkeitsarbeit 
  • Nachhaltigkeit/Corporate Social Responsibility (CSR) 
  • Ausbildungsbeauftragte, Auszubildende (mindestens im 2. Ausbildungsjahr) 
  • Betriebsrat/Personalrat/Mitarbeitervertretung/Jugendvertretung 
  • Büro des (Ober-) Bürgermeisters/Geschäftsführers/Vorstands
    (aus strategischen Erwägungen)

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Welchen Einfluss haben die Beschäftigten auf den Energieverbrauch eines Bürogebäudes?
Diese Frage kann lässt sich so allgemein nicht beantworten, weder für den Strom- noch für den Wärmeverbrauch. Um Hinweise dafür zu erhalten, wie groß der Einfluss der Beschäftigten auf den Stromverbrauch eines konkreten Verwaltungsgebäudes ist, empfiehlt sich die Analyse eines Tageslastgangs dieses Gebäudes. Was genau ein Tageslastgang ist, wie eine grobe Lastganganalyse durchgeführt wird und zu welchen wertvollen Erkenntnissen sie führt, erläutert dieses ausführliche, vor allem für Nicht-Ingenieure geschriebene Erklärstück.
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Wie viel Energie lässt sich durch die „mission E“ einsparen?
Diese Frage kann ebenfalls so allgemein nicht beantwortet werden. Denn das verhaltensbezogene Energiesparpotenzial, das die „mission E“ erschließen kann, hängt von vielfältigen Faktoren ab, zum Beispiel von:

  • den eventuell bereits früher umgesetzten Maßnahmen zur Sensibilisierung und Motivation der Beschäftigten;
  • der spezifischen „Unternehmenskultur“ und Arbeitsatmosphäre innerhalb der Verwaltung;
  • der Entwicklung der jährlichen Strom- und Wärmeverbräuche in den letzten Jahren;
  • den aktuellen Energiekennzahlen „Strom“ und „Wärme“;
  • dem Verbrauchsanteil der Grundlast am gesamten jährlichen Stromverbrauch (bei Bürogebäuden, in denen große Teile der Belegschaft arbeiten);
  • der konkreten Ausstattung der PC-Arbeitsplätze;
  • der personellen und finanziellen Ausstattung der „mission E“ durch den jeweiligen Anwender;
  • der Glaubwürdigkeit der Motivationskampagne für energiebewusstes Verhalten innerhalb der Belegschaft, das heißt auch: von der Glaubwürdigkeit der Hausspitze und der Multiplikatoren im Hinblick auf Energieeffizienz und Klimaschutz.

Vor diesem Hintergrund variieren die Einsparerfolge von Anwender zu Anwender. Die im Folgenden aufgeführten Kennzahlen verschiedener Anwender zeigen die Bandbreite der pro Jahr durch die „mission E“ möglichen Einsparungen.

  1. Energieeinsparungen
  2. Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen
  3. vermiedene Energiekosten
  4. spezifische Energievermeidungskosten
    (Aufwand in Euro/eingesparte Energie in kWh)

Bundeswehr (2007-2011)
  1. 320 Mio. kWh/a (914 kWh/Mitarbeiter*a)
  2. 79.450 t/a (227 kg/MA*a)
  3. 21,8 Mio. €/a (62,29 €/MA*a)
  4. 0,03 Cent/kWh 

Stadt Dortmund (2009-2013)
  1. 1,06 Mio. kWh el/a (107 kWh el/MA*a)
  2. 495 t/a (50 kg/MA*a)
  3. 220.000 €/a (22,22 €/MA*a)
  4. 0,39 Cent/kWh el

LANUV NRW (2014-2015)
  1. 309.000 kWh el/a (883 kWh el/MA*a)
  2. 182,5 t /a (533 kg/MA*a)
  3. 67.980 €/a (194,23 €/MA*a)
    (angenommener Strompreis: 0,22 €/kWh)
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