Strompreisanstieg 2013-2018 bei niedrigem Verbrauch höher

08. March 2018 | Energie

Die Strompreise sind in den letzten fünf Jahren langsam, aber stetig gestiegen. Hierbei ist bemerkenswert, dass die Stromkosten für Haushalte mit geringem Verbrauch deutlich stärker angestiegen sind als die Kosten für Haushalte mit höheren Verbräuchen. Dies teilt das Vergleichsportal Verivox mit.

 

Bestandteile des Strompreises
Die meisten Stromtarife setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: aus einem festen monatlichen Grundpreis, der unabhängig vom Verbrauch fällig wird, und aus einem Arbeitspreis pro verbrauchter Kilowattstunde (kWh) Strom. Weil die Grundpreise seit 2013 deutlich stärker gestiegen sind als die Arbeitspreise, fielen die Strompreissteigerungen für Haushalte mit einem geringen Verbrauch stärker aus. Dies wird laut Verivox anhand der Auswertung der örtlichen Grundversorgungstarife deutlich, zu deren Bedingungen bundesweit rund ein Drittel der Haushalte beliefert wird.
 

Weil die Grundpreise seit 2013 deutlich stärker gestiegen sind als die Arbeitspreise, fielen die Strompreissteigerungen für Haushalte mit einem geringen Verbrauch stärker aus (Bild: Pixabay).


Stärkster Preisanstieg bei Ein-Personen-Haushalten
Für einen jährlichen Verbrauch von 1.500 Kilowattstunden, was etwa einem Ein-Personen-Haushalt in einer Mietwohnung ohne elektrische Warmwasserbereitung entspricht, beträgt der Arbeitspreis im örtlichen Grundversorgungstarif im März 2018 im bundesweiten Durchschnitt 28,30 Cent pro Kilowattstunde. Anfang 2013 lag dieser Preis bei 26,98 Cent/kWh, dies entspricht einem Preisanstieg von rund 5 %. Der durchschnittliche Grundpreis hingegen ist im gleichen Zeitraum von jährlich 86,35 Euro auf heute 108,02 Euro gestiegen – eine Erhöhung von rund 25 %. Im März 2018 zahlt ein Single-Haushalt demnach etwa 532 Euro für Strom, das sind 8,4 % mehr als im Januar 2013.

 

Je höher der Verbrauch, desto geringer der Preisanstieg
Der starke Anstieg der Grundkosten fällt weniger ins Gewicht, je höher der Verbrauch ist: Bei einem Jahresverbrauch von 6.000 kWh (Vier-Personen-Haushalt mit elektrischer Warmwasserbereitung) stiegen die Gesamtkosten zwischen Januar 2013 und März 2018 nur noch um 5,9 %. Noch deutlicher wird das Phänomen bei einem Stromverbrauch von 10.000 kWh (Familie mit stromintensiven Installationen wie etwa einer Sauna), denn hier macht der Grundpreis nur noch rund drei Prozent der Gesamtkosten aus: Bei diesem sehr hohen Verbrauch stiegen die Stromkosten von 2.868 Euro im Januar 2013 auf 2.943 Euro im März 2018, das entspricht einer Erhöhung von nur 2,6 %.

 

Der Hauptgrund für diese Entwicklung sind nach Angaben von Verivox die Gebühren der Stromnetzbetreiber, die etwa ein Viertel des Strompreises ausmachen: Bei diesen Netzgebühren geht der Trend eindeutig dahin, den Grundpreis stärker zu erhöhen als den Arbeitspreis.


Downloads



Autor: Tom Küster
Quelle: Verivox, Heidelberg



  • __ROOT__
    • k_user_id: -1
    • k_user_name:
    • k_user_title:
    • k_user_email:
    • k_user_access_level: 0
    • k_user_disabled: 0
    • k_logged_out: 1
    • k_login_link: http://missione.nrw/couch/login.php?redirect=%2Fblog.php%3Fp%3D408
    • k_page_folderid: 9
    • k_page_foldername: energie
    • k_page_foldertitle: Energie
    • k_page_folderdesc:
    • k_page_folderimage:
    • k_page_folderlink: http://missione.nrw/blog.php?f=9
    • k_page_folderpagecount: 197
    • k_page_foldertotalpagecount: 197
    • k_page_folderparentid: -1
    • k_page_folderweight: 0
    • k_cms_version: 1.4.5
    • k_cms_build: 20150722
    • k_admin_link: http://missione.nrw/couch/
    • k_admin_page:
    • k_site_link: http://missione.nrw/
    • k_admin_path: /var/www/kd/energieagentur.nrw.de/3party/missione/couch/
    • k_site_path: /var/www/kd/energieagentur.nrw.de/3party/missione/
    • k_template_title: Blog
    • k_template_name: blog.php
    • k_template_id: 9
    • k_template_is_clonable: 1
    • k_template_desc:
    • k_template_access_level: 0
    • k_template_is_commentable: 1
    • k_template_is_executable: 1
    • k_template_is_hidden: 0
    • k_template_order: 6
    • k_template_nested_pages: 0
    • k_template_gallery: 0
    • k_template_link: http://missione.nrw/blog.php
    • k_prettyurls: 0
    • k_site_charset: utf-8
    • k_email_from: newsletter@missione.nrw
    • k_email_to: kuester@energieagentur.nrw.de
    • k_is_commentable: 1
    • k_is_list_page: 0
    • k_page_title: Strompreisanstieg 2013-2018 bei niedrigem Verbrauch höher
    • k_page_name: strompreisanstieg-2013-2018-bei-niedrigem-verbrauch-hoher
    • k_page_folder_id:
    • k_publish_date:
    • k_access_level: 0
    • k_comments_open: 1
    • blog_text:

      Die Strompreise sind in den letzten fünf Jahren langsam, aber stetig gestiegen. Hierbei ist bemerkenswert, dass die Stromkosten für Haushalte mit geringem Verbrauch deutlich stärker angestiegen sind als die Kosten für Haushalte mit höheren Verbräuchen. Dies teilt das Vergleichsportal Verivox mit.

       

      Bestandteile des Strompreises
      Die meisten Stromtarife setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: aus einem festen monatlichen Grundpreis, der unabhängig vom Verbrauch fällig wird, und aus einem Arbeitspreis pro verbrauchter Kilowattstunde (kWh) Strom. Weil die Grundpreise seit 2013 deutlich stärker gestiegen sind als die Arbeitspreise, fielen die Strompreissteigerungen für Haushalte mit einem geringen Verbrauch stärker aus. Dies wird laut Verivox anhand der Auswertung der örtlichen Grundversorgungstarife deutlich, zu deren Bedingungen bundesweit rund ein Drittel der Haushalte beliefert wird.
       

      Weil die Grundpreise seit 2013 deutlich stärker gestiegen sind als die Arbeitspreise, fielen die Strompreissteigerungen für Haushalte mit einem geringen Verbrauch stärker aus (Bild: Pixabay).


      Stärkster Preisanstieg bei Ein-Personen-Haushalten
      Für einen jährlichen Verbrauch von 1.500 Kilowattstunden, was etwa einem Ein-Personen-Haushalt in einer Mietwohnung ohne elektrische Warmwasserbereitung entspricht, beträgt der Arbeitspreis im örtlichen Grundversorgungstarif im März 2018 im bundesweiten Durchschnitt 28,30 Cent pro Kilowattstunde. Anfang 2013 lag dieser Preis bei 26,98 Cent/kWh, dies entspricht einem Preisanstieg von rund 5 %. Der durchschnittliche Grundpreis hingegen ist im gleichen Zeitraum von jährlich 86,35 Euro auf heute 108,02 Euro gestiegen – eine Erhöhung von rund 25 %. Im März 2018 zahlt ein Single-Haushalt demnach etwa 532 Euro für Strom, das sind 8,4 % mehr als im Januar 2013.

       

      Je höher der Verbrauch, desto geringer der Preisanstieg
      Der starke Anstieg der Grundkosten fällt weniger ins Gewicht, je höher der Verbrauch ist: Bei einem Jahresverbrauch von 6.000 kWh (Vier-Personen-Haushalt mit elektrischer Warmwasserbereitung) stiegen die Gesamtkosten zwischen Januar 2013 und März 2018 nur noch um 5,9 %. Noch deutlicher wird das Phänomen bei einem Stromverbrauch von 10.000 kWh (Familie mit stromintensiven Installationen wie etwa einer Sauna), denn hier macht der Grundpreis nur noch rund drei Prozent der Gesamtkosten aus: Bei diesem sehr hohen Verbrauch stiegen die Stromkosten von 2.868 Euro im Januar 2013 auf 2.943 Euro im März 2018, das entspricht einer Erhöhung von nur 2,6 %.

       

      Der Hauptgrund für diese Entwicklung sind nach Angaben von Verivox die Gebühren der Stromnetzbetreiber, die etwa ein Viertel des Strompreises ausmachen: Bei diesen Netzgebühren geht der Trend eindeutig dahin, den Grundpreis stärker zu erhöhen als den Arbeitspreis.

    • blog_quelle: Verivox, Heidelberg
    • blog_autor: Tom Küster
    • blog_preview_image: http://missione.nrw/couch/uploads/image/news_56_20180308_bild.jpg
    • blog_pdfs:
    • k_is_page: 1
    • k_is_list: 0
    • k_page_id: 408
    • k_page_date: 2018-03-08 15:46:32
    • k_page_creation_date: 2018-03-08 15:44:53
    • k_page_modification_date: 2018-03-08 15:54:17
    • k_page_draft_of: 0
    • k_comments_count: 0
    • k_page_link: http://missione.nrw/blog.php?p=408
    • current_folder_name:

Hinterlassen Sie eine Antwort



CAPTCHA Image
Reload Image