„Gruß aus der Küche“: Effizienter kochen und backen

12. January 2018 | Energiespartipps

Pasta, Kartoffeln und Reis, Braten, Auflauf und Kuchen – allein für das Kochen und Backen werden in den Haushalten ohne elektrische Warmwasserbereitung fast 11 Prozent des gesamten Stroms verbraucht. Doch gerade hier ist es besonders einfach, den Stromverbrauch durch kleine Verhaltensänderungen deutlich zu senken – selbst wenn man schon einen energieeffizienten Herd und Ofen nutzt.
 

In den Haushalten ohne elektrische Warmwasserbereitung belegt das Kochen und Backen Platz 4 der Verbrauchsparade aller Anwendungsbereiche (Quelle/Grafik: EnergieAgentur.NRW).


Vor allem für das Kochen gibt es ausgesprochen viele gute Tipps, um die Stromkosten spürbar zu reduzieren.

  • Tipp 1: Gerätewahl
    Wer beim Kochen und Backen immer das richtige Küchengerät wählt, kann eine Menge Strom sparen: Kleine Portionen werden am effizientesten mit einer Mikrowelle erwärmt, bei größeren Mengen sind Wasserkocher, Herdplatte und Backofen meist effizienter. Und Brötchen lassen sich auf einem Toaster mit Brötchenaufsatz viel schneller und effizienter aufbacken als im Backofen.
     
  • Tipp 2: Wasserkocher
    Im Vergleich zum Elektroherd sparen Wasserkocher beim Erhitzen von einem Liter Wasser etwa ein Drittel, bei einem halben Liter Wasser sogar fast die Hälfte Energie. Deshalb erhitzt man bspw. das Teewasser am besten im Wasserkocher. Dabei sollte allerdings nicht mehr Wasser erwärmt werden, als man tatsächlich benötigt – auch das spart eine Menge Strom.
     
  • Tipp 3: Wassermenge
    Bei der Wassermenge, die man zum Kochen von Gemüse, Kartoffeln oder Eiern einsetzt, gilt der Grundsatz „Weniger ist mehr“: Für das Garen ist es vollkommen ausreichend, wenn der Boden des Kochtopfs gut mit Wasser bedeckt ist, denn der Wasserdampf im Topf ist genauso heiß wie das kochende Wasser – vorausgesetzt, ein Topfdeckel ist im Einsatz.
     
  • Tipp 4: Topfdeckel
    Wer beim Kochen Töpfe mit Deckeln nutzt, senkt seinen Stromverbrauch auf etwa ein Drittel! Denn die im heißen Wasserdampf enthaltene Wärmeenergie verbleibt im Topf und wird für das Kochen der Lebensmittel genutzt. Und mit einem Glasdeckel bleibt die Wärme im Topf, und man kann trotzdem einen Blick auf das Essen werfen.
     
  • Tipp 5: Schnellkochtopf
    Für Speisen mit langer Gardauer und für größere Mengen Gargut ist der Schnellkochtopf extrem effizient: Wie der Name bereits erkennen lässt, geht das Kochen mit einem solchen Topf (deutlich) schneller – weil Schnellkochtöpfe aufgrund des Drucks im Innern das Kochen mit Temperaturen von über 100 °C ermöglichen. Dieser Vorzug führt zu einer Reduzierung des Stromverbrauchs um bis zu 50 %.

    In kaum einem anderen Anwendungsbereich lässt sich der Stromverbrauch durch kleine Verhaltensänderungen so leicht und so deutlich senken wie beim Kochen (Bild: Pixabay).
  • Tipp 6: Topfgröße
    Wenn Kochtöpfe auf zu großen Herdplatten erhitzt werden, geht ein Teil der Energie für das Erhitzen der Luft über der Platte verloren. Wenn die Töpfe aber eine zur Platte passende Größe haben, reduziert sich der Stromverbrauch beim Kochen um bis zu ein Drittel. Außerdem gilt: Man sollte immer den kleinstmöglichen Topf, das heißt auch: die kleinstmögliche Herdplatte wählen.
     
  • Tipp 7: Ankochen
    Die volle Hitze wird nur für das schnelle Ankochen benötigt, für die anschließende Kochzeit kann man die Platten auf eine niedrige Heizstufe stellen.
     
  • Tipp 8: Dunstabzugshaube
    Wer während des Kochens die Dunstabzugshaube einschaltet, sollte bedenken: Nicht immer ist die höchste Stufe erforderlich.
     
  • Tipp 9: Nachhitze
    Das Zubereiten von Speisen benötigt bis zu 15 % weniger Strom, wenn die Herdplatten frühzeitig ausgeschaltet werden, um die Plattennachhitze zu nutzen. Wie groß die Restwärme der Platten ist, hängt vor allem von der Art des Elektroherds (und der gewählten Heizstufe) ab: Gusseiserne Herdplatten zum Beispiel haben eine deutlich größere Nachhitze als Cerankochfelder.
     
  • Tipp 10: Kochmengen
    Es empfiehlt sich außerdem, die Kochmengen an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Auch auf diese Weise lässt sich der Stromverbrauch senken – und man verhindert, dass überzählige Portionen verderben.
     
  • Tipp 11: Einkaufsverhalten
    Regionale und saisonale Gerichte reduzieren den Energieverbrauch gleich doppelt, noch bevor sie zubereitet werden, da sie weder lange Transportwege noch energieintensive Treibhäuser benötigen: Eine regional-saisonale Mahlzeit kann den Energieverbrauch um zwei Drittel senken.
     

Auch beim Backen lässt sich der Stromverbrauch durch ein paar Tricks deutlich senken (Bild: Pixabay).
In vielen Haushalten wird neben dem Herd auch der Backofen gerne und oft genutzt. Wer die folgenden Tipps beherzigt, kann beim Backen ebenfalls den Stromverbrauch senken und Jahr für Jahr etliche Euro sparen.

  • Tipp 12: Umluft
    Die Umluftfunktion, mit der bereits die meisten Backöfen ausgestattet sind, spart eine Menge Strom: Sie erlaubt das Absenken der Backtemperaturen um bis zu 25 °C im Vergleich zur Ober-/Unterhitze – bei gleicher oder sogar geringerer Backdauer.
     
  • Tipp 13: Ofentür
    Es empfiehlt sich, die Ofentür während des Backens nur so oft wie nötig und immer so kurz wie möglich zu öffnen, denn bei jedem Öffnen gehen etwa 20 % der Wärme verloren. Dies erfordert ein Nachheizen, weshalb häufig kurz nach dem Öffnen der Ofentür das Heizthermostat anspringt – oft gut zu erkennen an einer leuchtenden LED.
     
  • Tipp 14: Vorheizen
    Auf Fertiggerichten wird oftmals das Vorheizen des Backofens empfohlen. Da es aber die Nutzungszeit des Ofens unnötig verlängert, erhöht das Vorheizen den Stromverbrauch. Daher sollte man es möglichst vermeiden – zumal das (Auf-) Backen und Garen ohne Vorheizen nicht nur bis zu 20 % Strom, sondern auch Zeit spart! (Von diesem Stromspartipp ausdrücklich ausgenommen sind einige Kuchen und Soufflés, die ohne einen vorgeheizten Backofen nicht gelingen.)
     
  • Tipp 15: Nachhitze
    Wie beim Kochen empfiehlt sich auch beim Backen das Nutzen der Restwärme: Weil Backöfen sehr gut isoliert sind, können sie bereits einige Minuten vor dem Ende der Back- oder Gardauer ausgeschaltet werden. Die Temperatur im Ofeninneren sinkt nach dem Ausschalten wegen der guten Isolierung nur langsam ab, so dass viel Restwärme für das Backen und Garen zur Verfügung steht.


Zahlreiche weitere Beiträge zu vielfältigen Themen der Energieeffizienz finden sich auch unter www.energieblogger.net.


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Autor: Tom Küster



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      In den Haushalten ohne elektrische Warmwasserbereitung belegt das Kochen und Backen Platz 4 der Verbrauchsparade aller Anwendungsbereiche (Quelle/Grafik: EnergieAgentur.NRW).


      Vor allem für das Kochen gibt es ausgesprochen viele gute Tipps, um die Stromkosten spürbar zu reduzieren.

      • Tipp 1: Gerätewahl
        Wer beim Kochen und Backen immer das richtige Küchengerät wählt, kann eine Menge Strom sparen: Kleine Portionen werden am effizientesten mit einer Mikrowelle erwärmt, bei größeren Mengen sind Wasserkocher, Herdplatte und Backofen meist effizienter. Und Brötchen lassen sich auf einem Toaster mit Brötchenaufsatz viel schneller und effizienter aufbacken als im Backofen.
         
      • Tipp 2: Wasserkocher
        Im Vergleich zum Elektroherd sparen Wasserkocher beim Erhitzen von einem Liter Wasser etwa ein Drittel, bei einem halben Liter Wasser sogar fast die Hälfte Energie. Deshalb erhitzt man bspw. das Teewasser am besten im Wasserkocher. Dabei sollte allerdings nicht mehr Wasser erwärmt werden, als man tatsächlich benötigt – auch das spart eine Menge Strom.
         
      • Tipp 3: Wassermenge
        Bei der Wassermenge, die man zum Kochen von Gemüse, Kartoffeln oder Eiern einsetzt, gilt der Grundsatz „Weniger ist mehr“: Für das Garen ist es vollkommen ausreichend, wenn der Boden des Kochtopfs gut mit Wasser bedeckt ist, denn der Wasserdampf im Topf ist genauso heiß wie das kochende Wasser – vorausgesetzt, ein Topfdeckel ist im Einsatz.
         
      • Tipp 4: Topfdeckel
        Wer beim Kochen Töpfe mit Deckeln nutzt, senkt seinen Stromverbrauch auf etwa ein Drittel! Denn die im heißen Wasserdampf enthaltene Wärmeenergie verbleibt im Topf und wird für das Kochen der Lebensmittel genutzt. Und mit einem Glasdeckel bleibt die Wärme im Topf, und man kann trotzdem einen Blick auf das Essen werfen.
         
      • Tipp 5: Schnellkochtopf
        Für Speisen mit langer Gardauer und für größere Mengen Gargut ist der Schnellkochtopf extrem effizient: Wie der Name bereits erkennen lässt, geht das Kochen mit einem solchen Topf (deutlich) schneller – weil Schnellkochtöpfe aufgrund des Drucks im Innern das Kochen mit Temperaturen von über 100 °C ermöglichen. Dieser Vorzug führt zu einer Reduzierung des Stromverbrauchs um bis zu 50 %.

        In kaum einem anderen Anwendungsbereich lässt sich der Stromverbrauch durch kleine Verhaltensänderungen so leicht und so deutlich senken wie beim Kochen (Bild: Pixabay).
      • Tipp 6: Topfgröße
        Wenn Kochtöpfe auf zu großen Herdplatten erhitzt werden, geht ein Teil der Energie für das Erhitzen der Luft über der Platte verloren. Wenn die Töpfe aber eine zur Platte passende Größe haben, reduziert sich der Stromverbrauch beim Kochen um bis zu ein Drittel. Außerdem gilt: Man sollte immer den kleinstmöglichen Topf, das heißt auch: die kleinstmögliche Herdplatte wählen.
         
      • Tipp 7: Ankochen
        Die volle Hitze wird nur für das schnelle Ankochen benötigt, für die anschließende Kochzeit kann man die Platten auf eine niedrige Heizstufe stellen.
         
      • Tipp 8: Dunstabzugshaube
        Wer während des Kochens die Dunstabzugshaube einschaltet, sollte bedenken: Nicht immer ist die höchste Stufe erforderlich.
         
      • Tipp 9: Nachhitze
        Das Zubereiten von Speisen benötigt bis zu 15 % weniger Strom, wenn die Herdplatten frühzeitig ausgeschaltet werden, um die Plattennachhitze zu nutzen. Wie groß die Restwärme der Platten ist, hängt vor allem von der Art des Elektroherds (und der gewählten Heizstufe) ab: Gusseiserne Herdplatten zum Beispiel haben eine deutlich größere Nachhitze als Cerankochfelder.
         
      • Tipp 10: Kochmengen
        Es empfiehlt sich außerdem, die Kochmengen an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Auch auf diese Weise lässt sich der Stromverbrauch senken – und man verhindert, dass überzählige Portionen verderben.
         
      • Tipp 11: Einkaufsverhalten
        Regionale und saisonale Gerichte reduzieren den Energieverbrauch gleich doppelt, noch bevor sie zubereitet werden, da sie weder lange Transportwege noch energieintensive Treibhäuser benötigen: Eine regional-saisonale Mahlzeit kann den Energieverbrauch um zwei Drittel senken.
         

      Auch beim Backen lässt sich der Stromverbrauch durch ein paar Tricks deutlich senken (Bild: Pixabay).
      In vielen Haushalten wird neben dem Herd auch der Backofen gerne und oft genutzt. Wer die folgenden Tipps beherzigt, kann beim Backen ebenfalls den Stromverbrauch senken und Jahr für Jahr etliche Euro sparen.

      • Tipp 12: Umluft
        Die Umluftfunktion, mit der bereits die meisten Backöfen ausgestattet sind, spart eine Menge Strom: Sie erlaubt das Absenken der Backtemperaturen um bis zu 25 °C im Vergleich zur Ober-/Unterhitze – bei gleicher oder sogar geringerer Backdauer.
         
      • Tipp 13: Ofentür
        Es empfiehlt sich, die Ofentür während des Backens nur so oft wie nötig und immer so kurz wie möglich zu öffnen, denn bei jedem Öffnen gehen etwa 20 % der Wärme verloren. Dies erfordert ein Nachheizen, weshalb häufig kurz nach dem Öffnen der Ofentür das Heizthermostat anspringt – oft gut zu erkennen an einer leuchtenden LED.
         
      • Tipp 14: Vorheizen
        Auf Fertiggerichten wird oftmals das Vorheizen des Backofens empfohlen. Da es aber die Nutzungszeit des Ofens unnötig verlängert, erhöht das Vorheizen den Stromverbrauch. Daher sollte man es möglichst vermeiden – zumal das (Auf-) Backen und Garen ohne Vorheizen nicht nur bis zu 20 % Strom, sondern auch Zeit spart! (Von diesem Stromspartipp ausdrücklich ausgenommen sind einige Kuchen und Soufflés, die ohne einen vorgeheizten Backofen nicht gelingen.)
         
      • Tipp 15: Nachhitze
        Wie beim Kochen empfiehlt sich auch beim Backen das Nutzen der Restwärme: Weil Backöfen sehr gut isoliert sind, können sie bereits einige Minuten vor dem Ende der Back- oder Gardauer ausgeschaltet werden. Die Temperatur im Ofeninneren sinkt nach dem Ausschalten wegen der guten Isolierung nur langsam ab, so dass viel Restwärme für das Backen und Garen zur Verfügung steht.


      Zahlreiche weitere Beiträge zu vielfältigen Themen der Energieeffizienz finden sich auch unter www.energieblogger.net.

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