Spart die Zeitumstellung Energie?

27. October 2017 | Energiespartipps

Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit: In der Nacht von Samstag auf Sonntag endet die Sommerzeit, um 3 Uhr werden die Uhren auf Winterzeit und damit um eine Stunde zurückgestellt. Eingeführt wurde die Sommerzeit, um Energie zu sparen. Aber: Zwar wird durch die Zeitumstellung im Sommer tatsächlich abends weniger häufig das Licht angeknipst, im Frühjahr und Herbst jedoch läuft in den Morgenstunden auch häufiger die Heizung. Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) hebt sich das gegenseitig auf, daher spart die Zeitumstellung unterm Strich keine Energie. Mehr Erfolg beim Energiesparen hat man mit anderen Methoden.

 

Heizen
Die Heizung ist der mit Abstand größte Energieverbraucher und CO2-Verursacher im Haushalt: Der Anteil der Heizenergie am Energieverbrauch eines Haushalts liegt etwa bei 70 %. Je mehr Quadratmeter beheizt werden und je schlechter ein Haus gedämmt ist, desto größer ist der Heizenergiebedarf – und damit auch der Treibhausgas-Ausstoß. Deshalb liegt hier ein großes Potenzial, Energie einzusparen: Neben einer effizienten Heizungsanlage und einer guten Dämmung ist es auch wichtig, die Raumtemperatur im Blick zu behalten. Als Richtwerte gelten laut UBA 20 °C für den Wohnbereich, 18 °C für die Küche und 17 °C für den Schlafbereich. Diese Werte setzen allerdings einen gewissen Dämmstandard voraus: Wenn die Außenwände zu kalt sind, fühlen sich die Räume trotz erreichter Richtwerte nicht behaglich an.
 

Der Stromspareffekt der Zeitumstellung wird durch einen höheren Heizenergieverbrauch kompensiert (Bild: panthermedia.net/Jörg Schmalenberger).


Warmwasserbereitung
Die Warmwasseraufbereitung ist der zweitgrößte Energieverbraucher im Haushalt: Der Energiebedarf für Warmwasser macht im Schnitt 14 % des gesamten Endenergiebedarfs eines Haushaltes aus. Wird das Wasser elektrisch erwärmt, kann dies hohe Kosten verursachen. Für ein Vollbad in der Wanne benötigt man durchschnittlich 200 Liter Wasser, für 10 Minuten langes Duschen fließen im Schnitt 100 Liter durch die Leitung – dieses Wasser zu erhitzen, kostet nur die Hälfte. Wer einen wassersparenden Duschkopf einbaut, kann weitere 40 % Warmwasser einsparen. Ganz besonders lohnt sich die Ersparnis in Haushalten, in denen das Wasser mit Strom erhitzt wird: Hier kostet ein Vollbad etwa 3,50 Euro für das Wasser und seine Erwärmung, doch wer stattdessen mit einem wassersparenden Duschkopf duscht, spart etwa 2,50 Euro.

 

Strom
Neben der Heizenergie lässt sich im Haushalt auch beim Strom sehr viel Energie sparen: Der Anteil des Stroms am gesamten Energieverbrauch eines Haushalts liegt bei etwa 20 %. Haushaltsgroßgeräte wie Kühlschrank und Herd sowie – weniger bekannt – die Heizungsumwälzpumpe sind große Stromfresser im Haushalt. Bei den Haushaltsgroßgeräten hilft das EU-Energieverbrauchslabel beim Stromsparen. Daher empfiehlt das UBA, sich bei einem anstehenden Neukauf am EU-Label zu orientieren und bevorzugt Geräte der Effizienzklasse A+++ bzw. A++ zu kaufen.

 

Auch der Ersatz der ineffizienten herkömmlichen Glüh- und Halogenglühlampen macht sich schnell bezahlt – selbst dann, wenn die effizienten Leuchtmittel noch angeschafft werden müssen: Tauscht man zum Beispiel eine im Haushalt bereits vorhandene 40-Watt-Glühlampe gegen eine ebenso helle, neu gekaufte 6-Watt-LED aus, amortisiert sich die LED aufgrund ihres niedrigen Stromverbrauchs trotz ihres Kaufpreises in Höhe von 8 Euro schon im ersten Jahr (bei einer Brenndauer von 3 Stunden pro Tag und einem Strompreis von 0,29 €/kWh). Es leuchtet ein, dass sich mit einer Wohnungsbeleuchtung durch stromeffiziente Lampen Jahr für Jahr viele Kilowattstunden Strom einsparen lassen.

 

Schließlich empfiehlt es sich, Leerlaufverluste zum Beispiel durch den Stand-by-Betrieb zu vermeiden: Viele Computer, Stereo-Anlagen, Fernseher und etliche weitere Geräte verbrauchen Strom, ohne dass sie eingeschaltet sind. Wer sich die Mühe macht und mit einem Strommessgerät diese heimlichen Verbräuche enttarnt, wird überrascht sein, wo überall unverhältnismäßig viel Strom fließt. Einzelsteckdosen und Steckdosenleisten zum Abschalten sind gute Lösungen für das Vermeiden dieser teuren Leerlaufverluste.


Downloads



Autor: Tom Küster
Quelle: UBA, Dessau-Roßlau



  • __ROOT__
    • k_user_id: -1
    • k_user_name:
    • k_user_title:
    • k_user_email:
    • k_user_access_level: 0
    • k_user_disabled: 0
    • k_logged_out: 1
    • k_login_link: http://missione.nrw/couch/login.php?redirect=%2Fblog.php%3Fp%3D329
    • k_page_folderid: 7
    • k_page_foldername: energiespartipps
    • k_page_foldertitle: Energiespartipps
    • k_page_folderdesc:
    • k_page_folderimage:
    • k_page_folderlink: http://missione.nrw/blog.php?f=7
    • k_page_folderpagecount: 17
    • k_page_foldertotalpagecount: 17
    • k_page_folderparentid: -1
    • k_page_folderweight: 0
    • k_cms_version: 1.4.5
    • k_cms_build: 20150722
    • k_admin_link: http://missione.nrw/couch/
    • k_admin_page:
    • k_site_link: http://missione.nrw/
    • k_admin_path: /var/www/kd/energieagentur.nrw.de/3party/missione/couch/
    • k_site_path: /var/www/kd/energieagentur.nrw.de/3party/missione/
    • k_template_title: Blog
    • k_template_name: blog.php
    • k_template_id: 9
    • k_template_is_clonable: 1
    • k_template_desc:
    • k_template_access_level: 0
    • k_template_is_commentable: 1
    • k_template_is_executable: 1
    • k_template_is_hidden: 0
    • k_template_order: 6
    • k_template_nested_pages: 0
    • k_template_gallery: 0
    • k_template_link: http://missione.nrw/blog.php
    • k_prettyurls: 0
    • k_site_charset: utf-8
    • k_email_from: newsletter@missione.nrw
    • k_email_to: kuester@energieagentur.nrw.de
    • k_is_commentable: 1
    • k_is_list_page: 0
    • k_page_title: Spart die Zeitumstellung Energie?
    • k_page_name: spart-die-zeitumstellung-energie
    • k_page_folder_id:
    • k_publish_date:
    • k_access_level: 0
    • k_comments_open: 1
    • blog_text:

      Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit: In der Nacht von Samstag auf Sonntag endet die Sommerzeit, um 3 Uhr werden die Uhren auf Winterzeit und damit um eine Stunde zurückgestellt. Eingeführt wurde die Sommerzeit, um Energie zu sparen. Aber: Zwar wird durch die Zeitumstellung im Sommer tatsächlich abends weniger häufig das Licht angeknipst, im Frühjahr und Herbst jedoch läuft in den Morgenstunden auch häufiger die Heizung. Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) hebt sich das gegenseitig auf, daher spart die Zeitumstellung unterm Strich keine Energie. Mehr Erfolg beim Energiesparen hat man mit anderen Methoden.

       

      Heizen
      Die Heizung ist der mit Abstand größte Energieverbraucher und CO2-Verursacher im Haushalt: Der Anteil der Heizenergie am Energieverbrauch eines Haushalts liegt etwa bei 70 %. Je mehr Quadratmeter beheizt werden und je schlechter ein Haus gedämmt ist, desto größer ist der Heizenergiebedarf – und damit auch der Treibhausgas-Ausstoß. Deshalb liegt hier ein großes Potenzial, Energie einzusparen: Neben einer effizienten Heizungsanlage und einer guten Dämmung ist es auch wichtig, die Raumtemperatur im Blick zu behalten. Als Richtwerte gelten laut UBA 20 °C für den Wohnbereich, 18 °C für die Küche und 17 °C für den Schlafbereich. Diese Werte setzen allerdings einen gewissen Dämmstandard voraus: Wenn die Außenwände zu kalt sind, fühlen sich die Räume trotz erreichter Richtwerte nicht behaglich an.
       

      Der Stromspareffekt der Zeitumstellung wird durch einen höheren Heizenergieverbrauch kompensiert (Bild: panthermedia.net/Jörg Schmalenberger).


      Warmwasserbereitung
      Die Warmwasseraufbereitung ist der zweitgrößte Energieverbraucher im Haushalt: Der Energiebedarf für Warmwasser macht im Schnitt 14 % des gesamten Endenergiebedarfs eines Haushaltes aus. Wird das Wasser elektrisch erwärmt, kann dies hohe Kosten verursachen. Für ein Vollbad in der Wanne benötigt man durchschnittlich 200 Liter Wasser, für 10 Minuten langes Duschen fließen im Schnitt 100 Liter durch die Leitung – dieses Wasser zu erhitzen, kostet nur die Hälfte. Wer einen wassersparenden Duschkopf einbaut, kann weitere 40 % Warmwasser einsparen. Ganz besonders lohnt sich die Ersparnis in Haushalten, in denen das Wasser mit Strom erhitzt wird: Hier kostet ein Vollbad etwa 3,50 Euro für das Wasser und seine Erwärmung, doch wer stattdessen mit einem wassersparenden Duschkopf duscht, spart etwa 2,50 Euro.

       

      Strom
      Neben der Heizenergie lässt sich im Haushalt auch beim Strom sehr viel Energie sparen: Der Anteil des Stroms am gesamten Energieverbrauch eines Haushalts liegt bei etwa 20 %. Haushaltsgroßgeräte wie Kühlschrank und Herd sowie – weniger bekannt – die Heizungsumwälzpumpe sind große Stromfresser im Haushalt. Bei den Haushaltsgroßgeräten hilft das EU-Energieverbrauchslabel beim Stromsparen. Daher empfiehlt das UBA, sich bei einem anstehenden Neukauf am EU-Label zu orientieren und bevorzugt Geräte der Effizienzklasse A+++ bzw. A++ zu kaufen.

       

      Auch der Ersatz der ineffizienten herkömmlichen Glüh- und Halogenglühlampen macht sich schnell bezahlt – selbst dann, wenn die effizienten Leuchtmittel noch angeschafft werden müssen: Tauscht man zum Beispiel eine im Haushalt bereits vorhandene 40-Watt-Glühlampe gegen eine ebenso helle, neu gekaufte 6-Watt-LED aus, amortisiert sich die LED aufgrund ihres niedrigen Stromverbrauchs trotz ihres Kaufpreises in Höhe von 8 Euro schon im ersten Jahr (bei einer Brenndauer von 3 Stunden pro Tag und einem Strompreis von 0,29 €/kWh). Es leuchtet ein, dass sich mit einer Wohnungsbeleuchtung durch stromeffiziente Lampen Jahr für Jahr viele Kilowattstunden Strom einsparen lassen.

       

      Schließlich empfiehlt es sich, Leerlaufverluste zum Beispiel durch den Stand-by-Betrieb zu vermeiden: Viele Computer, Stereo-Anlagen, Fernseher und etliche weitere Geräte verbrauchen Strom, ohne dass sie eingeschaltet sind. Wer sich die Mühe macht und mit einem Strommessgerät diese heimlichen Verbräuche enttarnt, wird überrascht sein, wo überall unverhältnismäßig viel Strom fließt. Einzelsteckdosen und Steckdosenleisten zum Abschalten sind gute Lösungen für das Vermeiden dieser teuren Leerlaufverluste.

    • blog_quelle: UBA, Dessau-Roßlau
    • blog_autor: Tom Küster
    • blog_preview_image: http://missione.nrw/couch/uploads/image/news/news_89_20161025_bild.jpg
    • blog_pdfs:
    • k_is_page: 1
    • k_is_list: 0
    • k_page_id: 329
    • k_page_date: 2017-10-27 14:01:04
    • k_page_creation_date: 2017-10-27 14:05:01
    • k_page_modification_date: 2017-10-27 14:12:45
    • k_page_draft_of: 0
    • k_comments_count: 0
    • k_page_link: http://missione.nrw/blog.php?p=329
    • current_folder_name:

Hinterlassen Sie eine Antwort



CAPTCHA Image
Reload Image