Im Urlaub so richtig abschalten

19. June 2017 | Energiespartipps

Bald beginnen die Sommerferien, und viele Menschen fahren in den wohlverdienten Urlaub. Nicht selten aber wird bei den Reisevorbereitungen der Stromverbrauch der heimischen Elektrogeräte vergessen: Zahlreiche Geräte belasten selbst dann die Stromrechnung, wenn niemand zuhause ist. Wer dagegen die folgenden drei Tipps beachtet, kann seinen Stromverbrauch zuhause während des Urlaubs auf null setzen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern stockt auch die Urlaubskasse auf.

 

Informations- und Unterhaltungselektronik

Laut der Erhebung „Wo im Haushalt bleibt der Strom?“ der EnergieAgentur.NRW verursachen die Geräte der Informations- und Unterhaltungselektronik im Schnitt fast ein Viertel (23,4 %) des Stromverbrauchs von Ein- bis Fünf-Personen-Haushalten.

 

Besonders ärgerlich ist: Router, Fernseher und HiFi-Anlage, Computer, Monitor und Spielekonsole, aber auch Kaffeevollautomat, Niedervolt-Halogenlampen und viele andere Geräte verbrauchen nicht nur im Normalbetrieb Strom, sondern auch im Bereitschaftsbetrieb („Stand-by“) und im vermeintlich ausgeschalteten Zustand („Scheinaus-Betrieb“) – obwohl sie, wie im Urlaub, nicht genutzt werden. Ursache für den Stromverbrauch im Scheinaus-Betrieb sind die zumeist innenliegenden Netzteile („Transformatoren“), die bei vielen Geräten durch den Ausschalter nicht abgeschaltet werden.
 

Das Mittel der Wahl gegen teure Leerlaufverluste: die abschaltbare Steckdosenleiste (Bild: panthermedia.net/Sergej Razvodovskij).


Wer während des Urlaubs die Kosten dieser Leerlaufverluste durch nicht genutzte „Dauerläufer“ vermeiden will, sollte alle Geräte komplett vom Stromnetz trennen – entweder durch das Ziehen der Netzstecker oder mithilfe von abschaltbaren Steckdosenleisten. Das lohnt sich vor allem dann, wenn es sich um ältere Geräte handelt: Sie haben häufig deutlich höhere Leerlaufverluste als neuere Elektrogeräte.

 

Grundsätzlich gilt für die Leerlaufverluste die folgende Faustformel: Jedes Watt Dauerleistung verursacht einen jährlichen Stromverbrauch von 8,76 Kilowattstunden (kWh) und – bei einem Strompreis von 0,29 €/kWh – Stromkosten in Höhe von 2,54 Euro. Salopp formuliert: 1 Watt kostet 2 Euro 50 im Jahr.

 

Kühl- und Gefriergeräte

Auf Kühl- und Gefriergeräte entfallen laut der genannten Erhebung der EnergieAgentur.NRW durchschnittlich knapp 15 % des Stromverbrauchs der Privathaushalte, das ist immerhin etwa jede siebte Kilowattstunde. Daher ist der Urlaub eine gute Gelegenheit, diese Geräte abzutauen und für die Dauer des Urlaubs abzuschalten. Allerdings sollten die Türen der ausgeschalteten Kühl- und Gefriergeräte weit geöffnet bleiben, damit sich in den Innenräumen kein Schimmel bildet.

 

Wasserboiler

Elektrische Warmwasserboiler verbrauchen permanent Strom, um das Wasser auf einer konstanten Temperatur zu halten. Daher ist es während des Urlaubs sinnvoll, den Boiler abzuschalten – und zwar so frühzeitig, dass man das vorhandene warme Wasser noch verbrauchen kann. Bei kleineren Geräten lohnt sich das schon über Nacht, bei größeren Speichern empfiehlt sich das Ausschalten eher bei längeren Abwesenheiten wie etwa in der Urlaubszeit. Hier ist das Sparpotenzial besonders hoch: Bei einem dreiwöchigen Urlaub lassen sich laut der BDEW-Publikation „Stromverbrauch im Haushalt“ allein durch diese Maßnahme knapp 32 Euro einsparen.

 

Beim Einschalten nach dem Urlaub sollte das Wasser im Speicher jedoch zum Schutz vor Legionellen auf 60 Grad erhitzt werden.


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Autor: Tom Küster



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      Informations- und Unterhaltungselektronik

      Laut der Erhebung „Wo im Haushalt bleibt der Strom?“ der EnergieAgentur.NRW verursachen die Geräte der Informations- und Unterhaltungselektronik im Schnitt fast ein Viertel (23,4 %) des Stromverbrauchs von Ein- bis Fünf-Personen-Haushalten.

       

      Besonders ärgerlich ist: Router, Fernseher und HiFi-Anlage, Computer, Monitor und Spielekonsole, aber auch Kaffeevollautomat, Niedervolt-Halogenlampen und viele andere Geräte verbrauchen nicht nur im Normalbetrieb Strom, sondern auch im Bereitschaftsbetrieb („Stand-by“) und im vermeintlich ausgeschalteten Zustand („Scheinaus-Betrieb“) – obwohl sie, wie im Urlaub, nicht genutzt werden. Ursache für den Stromverbrauch im Scheinaus-Betrieb sind die zumeist innenliegenden Netzteile („Transformatoren“), die bei vielen Geräten durch den Ausschalter nicht abgeschaltet werden.
       

      Das Mittel der Wahl gegen teure Leerlaufverluste: die abschaltbare Steckdosenleiste (Bild: panthermedia.net/Sergej Razvodovskij).


      Wer während des Urlaubs die Kosten dieser Leerlaufverluste durch nicht genutzte „Dauerläufer“ vermeiden will, sollte alle Geräte komplett vom Stromnetz trennen – entweder durch das Ziehen der Netzstecker oder mithilfe von abschaltbaren Steckdosenleisten. Das lohnt sich vor allem dann, wenn es sich um ältere Geräte handelt: Sie haben häufig deutlich höhere Leerlaufverluste als neuere Elektrogeräte.

       

      Grundsätzlich gilt für die Leerlaufverluste die folgende Faustformel: Jedes Watt Dauerleistung verursacht einen jährlichen Stromverbrauch von 8,76 Kilowattstunden (kWh) und – bei einem Strompreis von 0,29 €/kWh – Stromkosten in Höhe von 2,54 Euro. Salopp formuliert: 1 Watt kostet 2 Euro 50 im Jahr.

       

      Kühl- und Gefriergeräte

      Auf Kühl- und Gefriergeräte entfallen laut der genannten Erhebung der EnergieAgentur.NRW durchschnittlich knapp 15 % des Stromverbrauchs der Privathaushalte, das ist immerhin etwa jede siebte Kilowattstunde. Daher ist der Urlaub eine gute Gelegenheit, diese Geräte abzutauen und für die Dauer des Urlaubs abzuschalten. Allerdings sollten die Türen der ausgeschalteten Kühl- und Gefriergeräte weit geöffnet bleiben, damit sich in den Innenräumen kein Schimmel bildet.

       

      Wasserboiler

      Elektrische Warmwasserboiler verbrauchen permanent Strom, um das Wasser auf einer konstanten Temperatur zu halten. Daher ist es während des Urlaubs sinnvoll, den Boiler abzuschalten – und zwar so frühzeitig, dass man das vorhandene warme Wasser noch verbrauchen kann. Bei kleineren Geräten lohnt sich das schon über Nacht, bei größeren Speichern empfiehlt sich das Ausschalten eher bei längeren Abwesenheiten wie etwa in der Urlaubszeit. Hier ist das Sparpotenzial besonders hoch: Bei einem dreiwöchigen Urlaub lassen sich laut der BDEW-Publikation „Stromverbrauch im Haushalt“ allein durch diese Maßnahme knapp 32 Euro einsparen.

       

      Beim Einschalten nach dem Urlaub sollte das Wasser im Speicher jedoch zum Schutz vor Legionellen auf 60 Grad erhitzt werden.

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